Robert Kenner deckt in seiner in der Reihe « Kulinarisches Kino » gezeigten Dokumentation die dubiosen Machenschaften der amerikanischen Lebensmittelindustrie auf.
Ekel erregende Hühnerfarmen, an Knebelverträge gekoppeltes Gen-Saatgut, Rinder-Massenzucht mit tödlichen Folgen für den Verbraucher, Supermarkt-Monotonie – das sind nur einige der erschreckenden Phänomene in Amerikas Lebensmittelindustrie, wenn man es darauf anlegt, einen Blick hinter die Hochglanzkulissen zu werfen.
Mit eindrücklichen, hyperstilisierten Bildern deckt Robert Kenner Schritt für Schritt die gravierenden Missstände im US-Ernäherungswesen auf, die durch das Fehlen bzw. das Unterwandern der Kontrollmechanismen durch die Agrar- und Fleischlobby und deren Anwälte begünstigt wird.
Alles begann mit den Brüdern McDonalds, die aus Kostengründen das Fließband-Prinzip erstmals ins Restaurantwesen übertrugen – mit durchschlagendem Erfolg: gerade erst gab die Konzernleitung fantastische Wachstumszahlen für das letzte Geschäftsjahr bekannt, weil die Wirtschaftskrise immer mehr Konsumenten zum Billigmahl anregt.
Martin Rosefeldt
Quelle: ARTE



